PlantEurope

Europäisches Netzwerk zur Förderung pflanzenbasierter Ernährung

Das nicht nachhaltige globale Ernährungssystem muss sich in Anbetracht der drohenden Schäden an Klima, Umwelt, Mensch und Tier dringend transformieren. Der EAT-Lancet Bericht bestätigt, um die Sustainable Development Goals und die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, ist die substantielle Veränderung der menschlichen Ernährungsweise hin zu einer erhöhten pflanzenbasierten Ernährung notwendig. Um eine Transformation zu erreichen, benötigt es die zunehmende Umsetzung von Initiativen, die die pflanzenbasierte Ernährung in Europa fördern. Pionier*innen mit ihren Erfolgsgeschichten in unterschiedlichen europäischen Ländern sind dabei bisweilen noch kaum miteinander vernetzt, wodurch Synergien und Fortschrittspotenziale für die Förderung pflanzenbasierter Ernährung ungenutzt bleiben. Diesem Mangel an fruchtbarem Austausch untereinander und paneuropäischer Kooperation soll mittels des Projekts PlantEurope gezielt und aktiv entgegengewirkt werden. 

 

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Ziele

Das unmittelbare Ziel von PlantEurope besteht in der europaweiten Vernetzung von Leuchtturminitiativen, Start-Ups, Vereinen, Verbänden, Forschenden sowie Akteur*innen der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Mit der Erschaffung und Pflege dieses europaweiten Netzwerks sowie weiterer Maßnahmen wird das übergreifende Ziel verfolgt, die Ernährungsumstellung hin zu einer vorwiegend pflanzenbasierten Ernährung zu beschleunigen.

Umsetzung

Die grundlegenden Schritte bei der Umsetzung des Projektvorhabens bestehen in dem Aufbau und der Pflege eines europaweiten Netzwerks zur pflanzenbasierten Ernährung und alternativen Proteinquellen. Im Rahmen dieses Prozesses werden zahlreiche Maßnahmen durchgeführt.  

Zunächst wird eine Netzwerk-Website erstellt, die der Bereitstellung der Outputs für die Netzwerkakteur*innen, politische Entscheidungsträger*innen sowie die interessierte Öffentlichkeit dient. Sie wird die folgenden Inhalte umfassen

  • digitale Werkzeugkoffer zur Förderung und Umsetzung  pflanzenbasierter Ernährung in verschiedenen gesellschaftliche Bereichen
  • Projektvorstellungen erfolgreicher Initiativen in Form von Artikeln und Videos
  • Überblick über relevante Netzwerke und Akteur*innen
  • Auflistung relevanter Studien

Neben der Website selbst wird eine Online-Community eingerichtet, die es den Netzwerkmitgliedern ermöglicht, sich direkt miteinander in Verbindung zu setzen und so schnell und einfach Informationen auszutauschen und Hilfestellungen zu leisten. 

Zu den Netzwerkaktivitäten gehört die Durchführung von zahlreichen kleineren Veranstaltungen wie Speeddatings und bilaterale Treffen zur Anbahnung von Synergien. Daneben sind drei live Online-Veranstaltungen geplant, die sich vertiefend mit unterschiedlichen Aspekten der pflanzenbasierten Ernährung befassen werden. 

Um Politik und Öffentlichkeit zu informieren und den Netzwerkakteur*innen zusätzliches Wissen zu vermitteln, werden zwei Berichte erstellt. Für die Ausarbeitung der “Politischen Strategien zur Förderung von pflanzenbasierter Ernährung in Europa” wird ein Überblick über die Ansätze zur pflanzenbasierten Ernährung in den Ländern Europas erarbeitet und auf Deutsch sowie auf Englisch verschriftlicht. Dieser Bericht richtet sich primär an politische Entscheidungsträger*innen. Ein zweiter Bericht über Best Practices und Handlungsansätze in den europäischen Ländern befasst sich mit Beispielprojekten, Handlungsmöglichkeiten sowie Hemmnissen und Lücken bei der Umsetzung einer pflanzenbasierten Ernährung. Er richtet sich an alle Zielgruppen des Projekts. 

Ergebnisse

  • Politische Strategien und Instrumente zur Förderung pflanzenbasierter Ernährung in Europa Die pflanzenbasierte Ernährung wird in diesem Bericht, gemäß dem wissenschaftlichen Kenntnisstand, als ein entscheidender Hebel für die Transformation des Ernährungssystems betrachtet. Sie ermöglicht die Einhaltung planetarer Grenzen und bietet sowohl Umwelt- als auch Gesundheitsvorteile für den Menschen. Zudem trägt sie zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) bei. 4 MB
  • Good Practices zur Förderung pflanzenbasierter Ernährung in Europa Die Notwendigkeit einer Umstellung auf eine überwiegend pflanzenbasierte Ernährung für den Klimaschutz und eine gesündere Bevölkerung ist wissenschaftlich erwiesen. Dieser Bericht beleuchtet, wie Netzwerke, Vereine, Verbände, Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Akteur*innen aus der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie durch Pionierarbeit im Bereich nachhaltiger und pflanzenbasierter Ernährung bereits wichtige Beiträge leisten. Er präsentiert Good Practices als Inspiration für Produzent*innen, Verarbeiter*innen, Start-ups, Unternehmen, Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, Vereine, Verbände, Netzwerke und Gastronom*innen, um ähnliche Initiativen zu ergreifen oder darauf aufzubauen. Der Fokus liegt dabei auf dem Teilen von Erfahrungen und dem Aufzeigen von Chancen und Herausforderungen. Zum Schluss werden die zentralen Erkenntnisse der Good Practices vorgestellt. 19 MB

Projektblog

Thema der dritten Podiumsdiskussion des PlantEurope Netzwerks war der Weg zu nachhaltigen Proteinquellen. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung ist jetzt für alle verfügbar.

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Auch die zweite Podiumsdiskussion des PlantEurope Projekts erfreute sich hoher Besucherzahlen. Die Aufzeichnung der Veranstaltung mit dem Titel "Working Towards the Inclusion of a Plant-Based Diet in Public Policy" ist jetzt verfügbar. Außerdem…

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Im Rahmen des vom BMUV geförderten PlantEurope Projekts werden über den gesamten Projektzeitraum drei Podiumsdiskussionen durchgeführt. Die erste Veranstaltung fand unter dem Titel “Innovations in Plant-Based Communal Catering” im November 2022…

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Das neu initiierte Netzwerk „PlantEurope“ bringt ab sofort Akteur*innen im Bereich pflanzenbasierter Ernährung und alternativer Proteine aus ganz Europa zusammen. Wir begrüßen die ersten 20 Mitglieder und unsere Kooperationspartner proveg…

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Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch mit Euch!

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Ansprechperson

 

Helen Engelhardt

Büro Berlin

info(at)foodsystemchange.org

 

Kooperationspartner

NAHhaft-Projektteam

Helen Engelhardt

Liddy Piweck

Antje Wilke

Lydia Kitz

Gefördert durch

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)

Laufzeit

12/2021 - 05/2024